Breko Jahrestagung 2022 – die Branche und die Gigabitziele

Breko Jahrestagung 2022 – die Branche und die Gigabitziele

17.11.2022 – 

Berlin/Bernau

Am 17. November 2022 trafen sich die TK-branche, Politik und Medienvertreter in Berlin um nach drei Jahren endlich wieder in Präsenz Erfahrungen auszutauschen. Das Thema: wie schaffen wir es die Gigabitziele realistisch umzusetzen, wie halten wir es mit der Nachhaltigkeit, welche Anforderungen bei der IT-Sicherheit und Schnittstellten sind mit welchen Strukturen machbar?

 

Eröffnet wurde die Konferenz, die von knapp 700 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft besucht wurde, durch Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des Breko und Norbert Westfal, Präsident des Verbandes.

 

Stimmen des Tages:
"Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise und einer wirtschaftlich angespannten Situation ist es jetzt besonders wichtig, dass die Politik die Glasfaser ausbauenden Unternehmen durch die richtigen Rahmenbedingungen unterstützt. Der Glasfaserausbau, als Voraussetzung für ein leistungsfähiges und nachhaltiges digitales Deutschland, darf jetzt nicht ins Stocken geraten. Auf Bundesebene fordern wir insbesondere klare Regeln für eine zielgerichtete Priorisierung der zukünftigen Gigabitförderung, um die zur Verfügung stehenden Fördermittel in die Kommunen zu bringen, die sie wirklich benötigen." Norbert Westfal, Präsident breko Verband

 

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, stellte in seinem Grußwort das Zusammenspiel aller Akteure in den Fokus und thematisierte die Stoßrichtung für die neue Glasfaserförderung: „Eine leistungsstarke, flächendeckende und resiliente Breitband-Infrastruktur ist das Nervensystem der Digitalisierung. Unser Ziel ist, dass bis Ende des Jahres 2025 mindestens jeder zweite Haushalt und Unternehmensstandort Glasfaser nutzen können soll. Bis 2030 wollen wir dann flächendeckend Glasfaser bis ins Haus verfügbar haben. In der Gigabitstrategie haben wir festgeschrieben, wie wir ideale Rahmenbedingungen für einen beschleunigten Ausbau schaffen können. Wir gestalten eine Förderung mit Augenmaß, die sich auf die Gebiete konzentriert, in denen kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, ohne jedoch private Investitionen zu verdrängen. Der Netzausbau ist und bleibt marktgetrieben und damit eigenwirtschaftliche Aufgabe der privaten Betreiber. Um das bestmöglich zu unterstützen, wollen wir bürokratische Hürden senken und Genehmigungsverfahren beschleunigen, vereinfachen und digitalisieren. Zudem brauchen wir mehr Flexibilität bei der Verlegetechnik. Wir müssen uns für alternative Methoden wie Trench- und Fräsverfahren oder oberirdische Leitungen öffnen. Unsere Ziele können wir nur gemeinsam erreichen. Wir brauchen das perfekte Zusammenspiel von Unternehmen und Branche, Bund und Ländern, Landkreisen und Kommunen.“

 

Wettbewerb auf oder mit den Netzen?
Auf dem breko PraxisPanel, bei dem die DNS:NET, Deutsche Giganetz, adtran und DZS ihre Einschätzung zu den aktuell und in 2023 vordringlich zu lösenden Themen abgaben, stellte Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung der DNS:NET, unter anderem fest: „ Jeglicher Überbau ist ein Dolchstoß für die Gigabitstrategie, wir verlieren wertvolle Zeit, Ressourcen ohne Ende.“ Dies wäre das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Es wäre nicht zu akzeptieren, wenn andere Marktteilnehmer ihre eigenen Regeln aufstellen. Für den Wettbewer auf den Netzen braucht es klare Regeln und Schnittstellen für Open Access.

 

Zur Presseinfo des breko:
www.brekoverband.de

 

Medienstimmen:
www.cablevision-europe.de/_rubric/detail.php
www.golem.de/news/dnsnet-ueberbau-bei-glasfaser-durch-die-telekom-droht-zuzunehmen-2211-169846.html



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