Wie ist ein Lichtwellenleiter aufgebaut?
Lichtwellenleiter ist der technische Oberbegriff für Leitungen, die Licht gezielt führen. Die Abkürzung LWL ist in Normen, Datenblättern und bei Elektrofachbetrieben gebräuchlich. Im Alltag sagen die meisten einfach „Glasfaserkabel“.
Für die Telekommunikation sind vor allem zwei Fasertypen relevant:
-
Singlemode-Faser (Einmodenfaser): sehr dünner Kern von rund 9 µm, geringe Dämpfung, ausgelegt für lange Strecken. Standard im Glasfasernetz bis ins Haus (FTTH). Wichtige Normen: ITU-T G.652 und die biegeunempfindliche ITU-T G.657.
-
Multimode-Faser (Mehrmodenfaser): dickerer Kern von 50 oder 62,5 µm, für kürzere Strecken, etwa in Rechenzentren oder Gebäudenetzen. Klassifiziert als OM1 bis OM5
Die Abgrenzung zu älteren Technologien ist klar: Kupferleitungen (Telefonleitung für DSL/VDSL, Koaxialkabel) übertragen elektrische Signale. Diese verlieren auf der Strecke deutlich mehr an Stärke und sind anfälliger für Störungen. Bei VDSL reicht die Glasfaser meist nur bis zum Verteilerkasten, die letzte Strecke läuft über Kupfer. Zudem wird diese Form der Datenübertragung durch die Kupfer-Glasfaser-Migration in den nächsten Jahren weniger Relevanz genießen.